Berliner Literatur
LESUNGEN in Berlin
In Berlin gibt es täglich eine Vielzahl von Lesungen. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir hier nur ausgewählte Termine veröffentlichen können. Sie können uns gerne ihren Lesungstermin zur Veröffentlichung mailen. Benutzen sie dazu bitte dieses Formular
Krimilesungen
09.02.10 „Berliner Mord“-Serie in der Buchhandlung totsicher
„Wie gut, dass ich gelernt habe, mich zu beherrschen. Ich stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite seiner Villa (…) und wäre jetzt doch in Versuchung geraten, meine Waffe zu benutzen …“
Aus: „Enttarnt“ von Susanne Rüster
18 bekannte und renommierte Berliner KrimiautorInnen haben ihre kriminellen Energien für das Buchprojekt „Berliner Morde“ des Wellhöfer Verlags gebündelt. Heraus kam eine Anthologie mit vertrackten Fällen, Berliner Lokalkolorit und jeder Menge Morde. Die „Berliner Morde“ gehen on Tour durch die Berliner Bezirke. Zur „Berliner Mord“-Serie, Teil 8 der Krimi-Literat(o)ur, präsentiert der Wellhöfer Verlag Thriller von den „Mörderischen Schwestern“ Heidi Ramlow, Susanne Rüster, Martina Arnold und Barbara Ahrens
Wo: Krimi-Buchhandlung totsicher, Winsstraße 16, 10405 Berlin
Wann: Dienstag, 9. Februar 2010 um 20 Uhr
Vorverkauf: Krimi-Buchhandlung totsicher 030 / 84854508 Eintritt : 4,50 €
19.02.10 Krimilesung zur Finissage der Ausstellung “Menschen – Gesichter – Masken” mit Acrylbildern der Malerin und Illustratorin Marion Kaiser
Was ist real, was ist Täuschung? Wer verbirgt hinter einer Maske sein wahres Gesicht? Ob die Helden und Heldinnen der Kurzkrimis bewusst hinters Licht geführt werden oder nur sehen, was sie sehen wollen ... am Ende ist alles ganz anders, als es zunächst den Anschein hatte. Es lesen Heidi Ramlow, Martina Arnold und Anja Feldhorst.
Die Lesung findet in der Galerie „Vierraumladen“ statt. Vor Beginn der Lesung haben Sie die Möglichkeit die Ausstellung zu besichtigen. Die Galerie ist ab 17:00 Uhr geöffnet.
Wo: Galerie Vierraumladen, Cranachstraße 46, 12175 Berlin-Friedenau
Wann: Freitag, 19. Februar 2010 um 19:30 Uhr
Eintritt frei, Spenden für die Autorinnen sind erwünscht
26.02.10: Krimizeit bei Miss Marple mit Ella Danz
Berlin Premiere: Ella Danz präsentiert den 5. Band aus ihrer Kommissar-Angermüller-Reihe: „Rosenwahn“:
„Unter einer betörend duftenden Rosa Alba im Garten eines leer stehenden Hauses bei Eutin wird ein Skelett gefunden. Bald wissen Hauptkommissar Georg Angermüller und seine Kollegen, dass es sich um die sterblichen Überreste einer jungen Türkin handelt. Nach einem Konflikt mit ihrer Familie vor drei Jahren ist sie spurlos aus Lübeck verschwunden.
Angermüller, der das Haus seines Freundes Steffen hütet, lernt dessen nette Nachbarin Derya Derin kennen, die einen Catering Service betreibt. Als sie sich Sorgen um ihre Mitarbeiterin Gül macht, weil diese seit ein paar Tagen nicht zur Arbeit erschienen ist, versucht der Kommissar sie zu beruhigen. Doch dann spült ein heftiger Regen am Neustädter Binnenwasser etwas ans Tageslicht und Angermüller beginnt Deryas Sorge ernst zu nehmen …“
Wo: Krimibuchhandlung Miss Marple, Weimarer Str. 17, 10625 Berlin-Charlottenburg
Wann: Freitag, 26.Februar 2010 um 19:30 Uhr
Eintritt: 5.- Euro Vorverkauf, 6.- Euro Abendkasse; Reservierung unter 030 / 364 12 724
28.02.10 Ella Danz zu Gast in der Leselounge
Lesung aus ihrem neuen Krimi „Rosenwahn“ mit Kommissar Angermüller
Wo: Leselounge in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9-10, Berlin-Charlottenburg
Wann: Sonntag, 28. Februar 2010 um 18:00 Uhr
Eintritt: 4.- Euro; Reservierung: Tel. 030 432 093 68
HANS-JÜRGEN SCHATZ LIEST ERICH KÄSTNER
Im Bruckner Foyer des Renaissance Theaters
Ein Querschnitt durch die \"Gebrauchslyrik\" für Erwachsene
Termin: 13.3.2010 Weitere Infos
MEIN VATER GOTTFRIED BENN
Eine Lesung mit Otto Sander und Sandra Breitmeyer
Termin: 24.4.2010
Ort: Renaissance Theater >Weitere Infos
Kathrin Schmidt erhält Deutschen Buchpreis 2009
Frankfurt am Main (ots) – Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2009 ist die Berliner Autorin Kathrin Schmidt. Sie erhielt die Auszeichnung für ihren Roman “Du stirbst nicht” (Kiepenheuer & Witsch). “Der Roman erzählt eine Geschichte von der Wiedergewinnung der Welt. Silbe für Silbe, Satz für Satz sucht die Heldin, nach einer Hirnblutung aus dem Koma erwacht, nach ihrer verlorenen Sprache, ihrem verlorenen Gedächtnis. Mal lakonisch, mal spöttisch, mal unheimlich schildert der Roman die Innenwelt der Kranken und lässt daraus mit großer Sprachkraft die Geschichte ihrer Familie, ihrer Ehe und einer nicht vorgesehenen, unerhörten Liebe herauswachsen.
Zur Welt, die sie aus Fragmenten zusammensetzt, gehört die zerfallende DDR, gehören die Jahre zwischen Wiedervereinigung und dem Beginn unseres Jahrhunderts. So ist die individuelle Geschichte einer Wiederkehr vom Rande des Todes so unaufdringlich wie kunstvoll in den Echoraum der historisch-politischen Wendezeit gestellt”, so die Begründung der Jury. Ihr gehören an: Richard Kämmerlings (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Michael Lemling (Buchhandlung Lehmkuhl, München), Martin Lüdke (freier Literaturkritiker), Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung), Iris Radisch (Die ZEIT), Daniela Strigl (Universität Wien) und Jurysprecher Hubert Winkels (Deutschlandfunk).
Berliner Bahnen von Horst Bosetzky (-ky)
Der bekannte Krimiautor Horst Bosetzky outet sich in seinem knapp 300 Seiten umfassenden Werk „Berliner Bahnen“ als absoluter Fan des schienengebundenen Nahverkehrs in der Spreemetropole. Liebevoll schildert er Geschichten rund um die Menschen, die früher und heute mit den Berliner Bahnen unterwegs waren und sind.
Als kleiner Junge erwachte bereits die große Liebe zu Straßenbahnen in Horst Bosetzky. Mit der Straßenbahn ging es zur geliebten Oma quer durch die Stadt und zu anderen spannenden Zielen. Neben den Erlebnissen bei diesen Fahrten werden auch technische Details beschrieben, die vor allem älteren Berlinern noch in liebevoller Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel das „Abklingeln“ kurz vor der Weiterfahrt, das kraftraubende manuelle Weichen stellen oder das „Ritzenschieben“.
Natürlich kommen in Bosetzkys lesenswertem Werk auch die U-Bahnen und S-Bahnen nicht zu kurz. Die Berliner S-Bahn ist für den Autor nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein Lebensgefühl. Mit ihr ging es zur Lehre, zur Arbeit und in die Uni. Kenntnisreich und sehr kurzweilig schildert Bosetzky Strecken und Bahnhöfe von S- und U-Bahnen, widmet sich nebenbei auch humorvoll der Typologie von Wartenden und zurückbleibenden Fahrgästen auf den Bahnhöfen.
Das Buch ist eine Fundgrube für alle Fans des Berliner Bahnverkehrs.
Erschienen bei dtv
Dezember 2000
282 Seiten, einige historische Fotos, 10 Euro
Sarah Kuttners erster Roman "Mängelexemplar"
Sarah Kuttner - Foto: Florian Kolmer
(be) Der erste Roman Kuttners beschäftigt sich mit schwerer Kost: Depressionen und Panikattacken. Sehr kenntnisreich werden in jugendlich flotter Sprache die Leiden der Protagonistin Karo geschildert. Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und traurig. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Sie steckt mitten in einer von Depressionen und Panikattacken beherrschten Lebensphase. Es passieren Dinge mit der eigentlich lebenslustigen jungen Frau, die für sie nur schwer einzuordnen sind und vor denen es über einen langen Zeitraum kein Entrinnen mehr geben wird. Die Erlebnisse zwischen Mutter, (Ex-)Freund, Therapeutin und scheiternden Beziehungen werden für meinen Geschmack zu zwanghaft humorvoll geschildert. Doch gut, die Zielgruppe dieses Romans dürften auch eher jüngere Leser sein.
Cover des Buches
Die in verschiedenen Rezensionen diskutierten Spekulationen, ob es sich bei dem Roman von Sarah Kuttner um ein zumindest in Teilen autobiografisches Werk handelt, sind nicht wirklich wichtig. Bemerkenswert ist vor allem, dass die Themen Panikattacken und Depressionen überhaupt einmal in einem Roman thematisiert werden. Unter diesen Erkrankungen leiden heute immer mehr Menschen, auch Jugendliche. Die Ursachen herauszufinden ist für Ärzte und Therapeuten extrem schwierig und ein langer Prozess. Mit anderen Menschen über ihre Leiden zu sprechen, fällt vielen Betroffenen zu Recht immer noch schwer, denn Depressionen und Angstattacken gelten nach Ansicht vieler Nichtbetroffener als Schwäche oder eine Art Unfähigkeit, mit dem Leben klar zu kommen.
Karo glaubt nach Monaten mit Antidepressiva und vielen Therapiestunden ihre Erkrankung relativ gut überwunden zu haben. Sie setzt die Tabletten ab, doch plötzlich und heftig melden sich Panik und Depressionen wieder. Der Roman schildert eindrücklich und bewegend ihren Krankheitsverlauf, dessen Ursachen leider nicht so einfach zu diagnostizieren sind wie zum Beispiel ein gebrochenes Bein.
Ein empfehlenswertes Buch, das zur Beschäftigung mit den Themen Angst und Depression anregt und einen realistischen Einblick in die Leidenswelt der Menschen erlaubt, die damit zu kämpfen haben. Christoph Becker
Sarah Kuttner "Mängelexemplar" Roman
ca. 240 Seiten, gebunden, ca. 14,90 Euro; 26,90 sFr; ISBN: 978-3-10-042205-7
Sarah Kuttner ist in Berlin geboren. Nach dem Abitur an der John-Lennon-Oberschule folgten Praktika bei Presse und Rundfunk. Später Moderationen bei VIVA, MTV und in der ARD. Vor ihrem Romandebut erschienen bereits zwei Kolumnensammlungen von ihr.

Sonderseiten zum Thema Krimistadt Berlin
Krimistadt Berlin
In Berlin leben viele Krimiautorinnen und Autoren und die Stadt ist oft auch Handlungsort in Kriminalromanen. Wir bieten ihnen einige hoffentlich interessante Informationen über Krimis aus Berlin. Dazu gibt es ca. 77 Minuten Audiobeiträge zum Thema. (be) >>>
Die Autorinnenvereinigung 13 Schwestern
Interviews mit Autorinnen und Autoren
Aktuelle Berlin-Krimis
Krimi-Tips



