Berliner Literatur
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Interessante Buchläden in Berlin
Eine gute Alternative zum Bestellen im Internet bieten zahlreiche kleine Berliner Buchhandlungen mit ihrem Charme und ihrer persönlichen Beratung. Eingebettet in die verschiedenen Kieze der Stadt wird es sie hoffentlich noch sehr lange geben. Wir stellen in lockerer Folge einige Buchhandlungen vor:
"Siebenpunkt" in Wilmersdorf
Vor zwei Jahren haben Kerstin Wehling und Bernd von Eschwege in der Wilmersdorfer Hildegardstraße ihre auf Kinder und Jugendliteratur spezialisierte Buchhandlung eröffnet.
Im "Siebenpunkt" findet man ausgewählte Kinder- und Jugendbücher, Hörbücher, DVDs, kleine Mitbringsel und Spiele für Groß und Klein. Einen besonderen Schwerpunkt haben die beiden Inhaber auf die Klassiker wie z.B. Astrid Lindgren, Erich Kästner, Paul Maar und bekannte Kinderbuchfiguren wie den kleinen Maulwurf, die Mumins oder Barbapapa gelegt.
Jeden Sonnabend bietet Bernd von Eschwege im Geschäft auch Zeichenkurse für Kinder ab 8 Jahren an, den einige Kinder regelmäßig besuchen. Geboten wird kreative Unterstützung beim Zeichnen. Kosten für anderthalb Stunden: 2 Euro.
Buchhandlung Siebenpunkt
Hildegardstr. 16 a, 10715 Berlin - Tel. 030 - 886 226 90
www.buchhandlung-siebenpunkt.de
Hannah Wiesenhöfer (Die Buchkönigin)
Die Buchkönigin
Nicht weit vom turbulenten Hermannplatz entfernt, haben Nina Wehner und Hannah Wiesehöfer im Reuterkiez vor einigen Monaten ihre kleine Buchhandlung mit dem hübschen Namen „Die Buchkönigin" eröffnet. Im Laden gibt es gemütliche Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Groß geschrieben wird der Kontakt zu den Kunden, Nina und Hannah legen selbstverständlich besonderen Wert auf die persönliche Beratung. Jedes Buch kann schnellstens bestellt werden und Lesungen haben die beiden Buchhändlerinnen ebenfalls im Programm.
Die Buchkönigin - Hobrechtstraße 65 - 12047 Berlin
Tel: 030 / 22 49 49 00 - Fax: 030 / 22 32 40 34
Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10:00 - 19:00 und Sa. 11:00 - 16:00
www.buchkoenigin.de
Gemütliche Ecke zum Lesen in der "Buchkönigin"
Eleni Efthimiou vor ihrer Buchhandlung "Leseglück"
Buchhandlung "Leseglück"
Einen kleinen feinen Buchladen mit großem Angebot betreiben Susan Pfannstiel und Eleni Efthimiou seit dem Jahr 2007 in der Kreuzberger Ohlauerstraße 38. Bei schönem Wetter kann man gemütlich vor dem Laden in der Sonne sitzen und bei einem Kaffee schmökern. Neben einer Top-Beratung gibt’s im Leseglück auch noch regelmäßig kleine Ausstellungen, Lesungen und Filmabende. Auf der Leseglück-Website kann man übrigens Bücher bestellen und in 1-2 Tagen im Geschäft abholen.
LeseGlück - Ohlauerstraße 38 - 10999 Berlin - Tel.: 030 - 32 51 86 41
Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-20 Uhr und Sa. 10-19 Uhr
www.leseglueck-berlin.de
Leseglück (Innenansicht)
Riesenauswahl in der Buchhandlung Chatwins
Chatwins
Nicht nur Reiseführer, sondern auch Belletristik, Romane, Krimis, Bildbände, Lektüre für die Kleinen, Kochbücher, Kalender, Landkarten rund ums Reisen findet man in Katrin Hofmanns und Peter Neumanns Buchhandlung "Chatwins" in der Schöneberger Goltzstraße. Gerade in der Spezialisierung sehen die Inhaber eine gute Chance, als Buchhandlung zu bestehen. In dem 1997 eröffneten Laden bieten die beiden weitgereisten Buchhändler eine fundierte Beratung zur Reiseliteratur.
Chatwins Goltzstraße 40 - 10781 Berlin - 030 21756904 - Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 10 - 19 Uhr Samstag: 10 - 16 Uhr
www.chatwins.de
E-Book von Heidi Ramlow
"Ich bin in der Neuzeit angekommen: Mein erstes E-Book ist erschienen". Das teilt die Berliner Autorin Heidi Ramlow mit. Lind Lichterfield "Mörderisch - im Jahr des Drachen". erschien jetzt pünktlich zum Jahr des Drachen am 23.01.2012. Man kann das Buch kostenlos bei Amazon http://www.amazon.de/dp/B0071PSXHO/ an folgenden Tagen herrunterladen:
und zwar am 02.02.2012 und 05.02.2012.
Hier noch Informationen zum Umgang mit E-Books: Man braucht keinen Kindle-Reader, um ein EBook wie zu lesen! Für PCs, Macs, Smartphones und Geräte wie iPod und iPad gibt es kostenlose Kindle Lese-Appsunter http://amzn.to/mmJr35
300 Jahre Friedrich der Große
Neue Biographien
Sie können es uns glauben, die Beschäftigung mit Geschichte kann Spaß machen! Das beweisen jetzt neue Biographien, die zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen erschienen sind.
Buchbesprechung auf unserer Friedrich-Sonderseite
„Im Himmel unter der Erde“ jetzt auf DVD
(be) Als ich zum ersten Mal von dem Film „Im Himmel unter der Erde“ hörte, habe ich gedacht, das fehlt noch, ein Friedhofsfilm. Jetzt, nachdem ich Britta Wauers Film über den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee gesehen habe, bin ich begeistert. Um es kurz zu machen, „Im Himmel unter der Erde“ ist ein wunderbarer Dokumentarfilm, der es bei der Schwere des Themas schafft, eine gewisse Leichtigkeit auszustrahlen.
Der Jüdische Friedhof ist ein besonderer Ort. Versteckt in einem Wohngebiet, umgeben von Mauern und bedeckt von einem Urwald aus Bäumen, Rhododendren und Efeu liegt er in Berlin-Weißensee. Er wurde 1880 angelegt, ist 42 Hektar groß, hat derzeit 115.000 Grabstellen und immer noch wird auf ihm bestattet. Wie ein Wunder hat dieser Friedhof auch die Zeit des Nationalsozialismus nahezu unbeschadet überstanden. Der mehrfach ausgezeichneten Berliner Filmemacherin Britta Wauer ist es gelungen, Geschichten über die Menschen hinter den Gräbern aufzuspüren und damit einen Film zu drehen, der sehr anrührend und berührend ist. Und wie meistens, wenn etwas leicht aussieht, steckt dahinter sehr viel Arbeit. Vier Jahre hat Britta Wauer an ihrem Friedhofsfilm gearbeitet, hat recherchiert und Kontakte zu Menschen in aller Welt geknüpft, die etwas über die Geschichte der Menschen auf dem Friedhof mitteilen konnten. Letztendlich ist so eine beeindruckende Materialsammlung entstanden, die zwölf Aktenordner füllt. Davon haben es bei weitem nicht alle Geschichten in den Film geschafft. Deshalb gibt es über den Dokumentarfilm hinaus ein Buch zum Film, in dem noch weitere Geschichten über den Friedhof zu lesen sind.
Die beeindruckenden Bilder des Filmes fing Kaspar Köpke ein, der mit Britta Wauer bereits mehrere Filme zusammen gedreht hat. Die geniale und perfekt auf den Punkt abgestimmte Musik komponierte Karim Sebastian Elias, er schuf bereits für andere Filme von Britta Wauer die Musik.
Fazit: Ein wunderbarer Dokumentarfilm, der Geschichte lebendig werden läßt. Unbedingt ansehen!
Im Himmel, unter der Erde (DVD) - Ein Film von Britta Wauer - (Edition Salzgeber)
ISBN 978-3-8148-0187-2
DVD, 90 min. + Bonusmaterial, FSK ab 6 Jahre, 16:9 PAL, 19,95 Euro
Das Buch zum Film
Amélie Losier, Britta Wauer
Der jüdische Friedhof Weißensee / The Weissensee Jewish Cemetery
Momente der Geschichte / Moments in History
be.bra Verlag - ISBN 978-3-8148-0172-8
176 Seiten, 135 z. T. farbige Abbildungen gebunden
Das historische Wilmersdorf in Bildern
(be) Ganz klar, der 1997 gegründete Erfurter Sutton Verlag hat sich um die Dokumentation von Regionalgeschichte verdient gemacht. Bildbände, Biografien, Heimatgeschichten und mehr stehen bei Sutton im Mittelpunkt. Ich kann mir vorstellen, dass mit den heimatkundlichen Büchern nur eine ganz bestimmte Leserschaft erreicht werden kann, die keine großen Auflagen erlaubt. „Die Zugehörigkeit zur internationalen Verlagsgruppe The History Press, die in acht europäischen Ländern und den USA tätig ist, ermöglicht es dem Sutton Verlag, auch für Projekte zur Geschichte kleinerer Städte und Gemeinden das verlegerische Risiko zu übernehmen“. So steht es in einer Verlagsinformation. Das Konzept scheint aufzugehen, denn mittlerweile dokumentieren mehr als 1000 Bild- und Textbände die Geschichte und Entwicklung von Städten und Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Den zweiten Schwerpunkt des Verlagsprogramms bildet die Verkehrs- und Technikgeschichte, die fachkundige Autoren in reich illustrierten Bildbänden attraktiv präsentieren. Seit 2006 kommen auch die Freunde historischer Romane und Krimis bei Sutton auf ihre Kosten.
Quelle: Wilmersdorf-Archiv, aus: Wilmersdorf, Sutton Verlag 1998
Zahlreiche Bildbände über Berliner Bezirke
Uns interessiert an dieser Stelle natürlich ganz besonders die Fülle von Büchern über Berlin. Nahezu jeder Bezirk ist vertreten. Es ist doch total spannend, mit Hilfe dieser wunderbaren kleinen Bildbände einen Ausflug in die Geschichte des eigenen Bezirkes oder Kiezes zu machen. Zur Ansicht lag uns der Band „Wilmersdorf“ von Udo Christoffel vor. (Der Kunstamtsleiter im Ruhestand lebt seit über 30 Jahren in Berlin) Auf 128 Seiten sind 213 alte Ansichten aus Wilmersdorf zu sehen. Von 1880 bis in die sechziger Jahre reicht die Spanne der Bilddokumente, mit deren Hilfe man vergleichen kann, wie sich der Bezirk im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Zu sehen ist zum Beispiel auch die Kirche, die vor der Auenkirche die Wilmersdorfer Dorfkirche war, oder der große Wilmersdorfer See mit Seebad, der längst zugeschüttet wurde. Viele Menschen sind abgebildet, in der Freizeit oder bei der Arbeit, insgesamt ein eröffnet sich ein wunderbarer und hochinteressanter Blick in die Vergangenheit!
Vergleichbare Bildbände gibt es bei Sutton auch über viele andere Berliner Bezirke, manche sind jedoch leider schon vergriffen.
Leider gibt es auch eine Kleinigkeit zu meckern, denn mit einem Register wäre das Buch „Wilmersdorf“ noch gelungener. Natürlich schaut man sich gerne alle Bilder und Texte an, doch mit einem Register wäre manches schneller auffindbar.
128 Seiten, Maße: 165 x 235 mm, Broschur, ISBN: 978-3-89702-049-8, Erstveröffentlichung 27.04.1998, Unveränderte Ausgabe 01.08.2006
Weitere Infos auf der Verlagsseite
"Ballaststoff – Neuer Krimi von Ella Danz
Schwere Last… An einem traumhaften Sommertag in der Lübecker Bucht liegt Kurt Staroske tot auf dem Golfplatz. Sind die Rockmusiker Holger und Peggy, Mitbewohner des benachbarten Ökohofes, deshalb so nervös? Was hatte der Greenkeeper Rob Higgins mit dem Toten zu tun? Will Ökobauer Henning vor seiner Frau Gesche etwas verbergen? Und sagt Kurts Chef, der Biomarktbesitzer Hauke Bohm, die ganze Wahrheit? Bei ihren Nachforschungen entdecken der Lübecker Kommissar Angermüller und sein Kollege Jansen auch die Schattenseite der ländlichen Idylle und treffen dabei auf manch einen, der ein Geheimnis mit sich herumschleppt. Allerdings haben auch die unermüdlichen Ermittler privat so manches Päckchen zu tragen …
Ella Danz: Ballaststoff – Angermüllers 6. Fall, TB; 11,90 €; Gmeiner Verlag Meßkirch, Februar 2011, ISBN: 978-3-8392-1112-0
"Glückskekssommer" - Kerstin Hohlfelds Romandebüt
(shum) Kerstin Hohlfeld ist eine in Berlin lebende Schriftstellerin. Mit „Glückskekssommer“ hat sie als Debüt einen wunderbaren Frauenroman geschrieben, den man nur ungern zur Seite legt. Drei Frauen, hierbei handelt es sich um Rosa (die Hauptperson), Lila und Vicky, spielen in dem Roman eine maßgebliche Rolle. Liebe und Verlust, Glück und Enttäuschungen, Romantik und Realität prägen ihn. Handlungsort dieser Geschichte ist Berlin. Aber Vorsicht, durch den Roman kommt man in Versuchung, selbst Glückskekse zu kaufen. Auch wenn man nicht an die in ihnen steckenden Prophezeiungen glaubt, Glückskekse erzeugen eine gewisse Verbundenheit mit den handelnden Personen.
Rosa Redlich ist eine angehende Schneiderin und glaubt nicht im geringsten an die Prophezeiungen, die auf kleinen Zetteln gedruckt stehen und sich in Glückskeksen befinden. Dies sollte sich bald ändern. Mit dem Spruch: „Heute Abend hält das Schicksal etwas für Sie bereit.“ begann die ganze Misere. Rosa war gerade mit ihrem Gesellenstück beschäftigt, als die Filmdiva Eva Andrees die Schneiderei von Helena Senner betritt. Für Eva Andrees steht fest, sie möchte zur Berliner Filmnacht dieses Kleid tragen und nicht irgend ein anderes. Mit dem Kauf des Kleides beginnt für Rosa nicht unbedingt eine Glückssträhne. Liegt es an den Glückskeksen, die Rosa immer wieder von ihrer Oma geschenkt bekommt? Werden die Glückskekse ihr Leben bestimmen und wird das Blatt sich noch einmal für Rosa wenden? Ist an den kleinen Zetteln in den Keksen doch etwas dran?
Empfehlung
Unbedingt lesenswert, leichte Kost, so nachvollziehbar, da die LeserInnen sich wunderbar in die Lage von Rosa versetzen können. Die Berliner Handlungsorte sind sehr realistisch wiedergegeben. Lesbar zu allen Jahreszeiten. Ich finde, dass der Roman zum Verfilmen sehr gut geeignet ist. Ich hoffe, dass es nicht bei dem Debütroman bleibt und freue mich schon auf das nächsten Werk von Kerstin Hohlfeld.
Über die Autorin: Kerstin Hohlfeld, geboren 1965, lebt seit ihrem Studium der Theologie in Berlin. Sie absolvierte einen Belletristik-Kurs an der Hamburger Schule des Schreibens sowie einen Drehbuchlehrgang an der renommierten Katholischen Medien-Akademie (kma) in Ludwigshafen, aus dem eine Zusammenarbeit mit Zieglerfilm Köln resultierte. 2007 gewann Kerstin Hohlfeld den EU-Drehbuch-Wettbewerb „EuroWistdom“. „Glückskekssommer“ ist ihr Debüt als Romanautorin.
Glückskekssommer - Kerstin Hohlfeld
420 Seiten; ISBN 978-3-8392-1147-2; EUR 11,90
Erscheinungstermin: 7. Februar 2011
Peggy Mädler - Legende vom Glück des Menschen
Ziemlich viel, scheint es, hat sich Peggy Mädler mit ihrem Debütroman vorgenommen – denn in ihrem von Geschichten prallen Buch geht es darum, wie Glück entsteht, wie Gesellschaft funktioniert und wie private Erinnerung und die große Geschichte zueinander stehen. Die bescheidene, gewitzte und elegante Art, mit der sie die Anmaßung der Fragestellungen erzählerisch unterläuft, macht ihren Erstling zu einem Kabinettstück der deutschen Literatur.
Knapp fünfzehn Jahre nach der Wende findet die junge Erzählerin im Nachlass der Großeltern ein Buch, das ihr Großvater zu einem Betriebsjubiläum geschenkt bekommen hat. Ein Fotoband von 1968, der Vom Glück des Menschen heißt, komponiert und betextet von Rita Maahs und Karl Eduard von Schnitzler. Die Anmaßung eines politisch verordneten Glücks empört die Enkelin. Wie kann ein Staat auf die Idee kommen, seinen Bürgern vorzuschreiben, wie sie glücklich werden? Anhand weiterer Fundstücke aus dem Nachlass beginnt sie zu rekonstruieren, wie sich ihre Großeltern kurz vor dem Zweiten Weltkrieg kennenlernten, heirateten und sich nach dessen Ende fast wie Fremde wieder gegenüberstanden, wie ihr Vater und ihre Mutter sich in der DDR kennenlernten und durchschlugen und wie sie, die Erzählerin selbst, und ihr älterer Bruder die Wende und die Zeit danach erlebten.
Dabei überschreibt Peggy Mädler je ein Kapitel aus dem Propagandaband mit »Legenden« aus der Familiengeschichte ihrer Erzählerin. So entstehen die »Legende vom Glück der Arbeit«, die »Legende vom Glück des Miteinanders« usw. , und plötzlich wird klar: Ob und wie Menschen das Glückfinden, hat oft weniger mit den großen Rahmenbedingungen zu tun, als mit privaten Begegnungen, kleinen Gesten und unspektakulären Zufällen. Und: Die besten Geschichten schreibt nicht die Geschichte, sondern das Leben selbst.
Peggy Mädler ist dabei ein enorm warmherziger, reicher und sprachlich immens variabler Romanerstling gelungen. Ein Buch, das irgendwie glücklich macht. (Presseinfo Galiani)
Legende vom Glück des Menschen - Roman
Verlag Galiani Berlin; 224 Seiten; gebunden mit Schutzumschlag
Euro 16,95 (D) / sFr 25,90 / Euro 17,50 (A)
ISBN 978-3-86971-032-7
"Tortenschlacht" - Ein Meisterwerk!
Eigentlich dachte ich schon bei dem Buch „Wunderland“: Wow, was für ein toller Krimi, das läßt sich nicht mehr steigern. Doch es geht. Oliver G. Wachlin, der in Berlin lebende Buch- und Drehbuchautor, hat mit seinem neuen Folgeroman ein Meisterwerk geschaffen. Vom ersten bis zum letzten Wort Spannung pur. Wenn man seine „Tortenschlacht“ erst einmal zur Hand genommen hat, fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Das Schöne an Oliver G. Wachlins Schreibstil ist, dass bei ihm verschiedene Handlungsstränge gleichzeitig stattfinden, die in gewisser Hinsicht später zusammenlaufen. Befinde ich mich an den verschiedensten Handlungsorten in Berlin, glaube ich, durch Oliver G. Wachlins realistischen Schreibstil, dass das eine oder andere Ereignis hier wirklich stattgefunden hat.Toll! Nach „Wunderland“ und „Tortenschlacht“ freue ich mich schon auf den nächsten Roman.
Zum Roman
Die Hauptkommissare Hans Dieter Knoop und Harald Hünerbein agieren in der Tortenschlacht als „Entwicklungshelfer“ bei der Volkspolizei in Mitte, kurz vor der deutschen Wiedervereinigung. Viele ungeklärte tödliche Schicksale warten auf die beiden Hauptkommissare und ihren Ostberliner Kollegen. In gemeinsamer Kleinarbeit kommt es auf teilweise mysteriösen Wegen zur Auflösung. Handlungsorte und Personen spielen in den verschiedensten gesellschaftlichen Schichten. Da gibt es die Hausbesetzerszene, die Politik und auch, die immer noch im Untergrund arbeitende Stasi. Auch Knoops Tochter Melanie, Monika, die Mutter von Melanie und Siggi, der Ex-Ehemann von Monika, sind in die eine oder andere Geschichte verwickelt. Ein super spannender Roman, über den ich nicht mehr verraten möchte, außer, dass er sehr lesens- und empfehlenswert ist.
Empfehlung:
Der spannende und unterhaltende Krimi umfasst 301 Seiten und ist nicht nur für kalte Winterabende geeignet. (SBec)
Oliver G. Wachlin; Tortenschlacht; Kriminalroman
978-3-89705-766-1 - Broschur - 304 Seiten - 9,90 €
"Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern....
und Fischbeinreißern. Berufe aus vergangenen Zeiten" von Michaela Vieser und Irmela Schautz
Die Arbeitswelt verändert sich stetig und vor allem immer schneller. Seit Jahrzehnten und länger sind immer mehr Berufe völlig aus unserem Alltag verschwunden. Von Ammen, Quacksalbern oder Köhlern mag der ein oder andere zwar schon gehört haben, doch welche Arbeiten sich hinter Namen wie Sandmann, Rosstäuscher oder Ameisler verbergen, weiß heute kaum noch jemand.
Michaela Viesers Buch „Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern", das von der Berliner Illustratorin Irmela Schautz liebevoll bebildert worden ist, erweckt diese farbige Vielfalt früherer Zeiten zu neuem Leben. Der Autorin geht es weniger um die klassischen Zunftberufe, ihre Aufmerksamkeit richtet sich mehr auf den Broterwerb am Rand der Gesellschaft, sei es im Fall des Abtrittanbieters, des Rosstäuschers oder des Sesselträgers. Ihre minutiös recherchierten Berufsbilder, die sich vom Mittelalter bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts erstrecken, sind gespickt mit kuriosen Anekdoten. Mit detektivischem Spürsinn haben Michaela Vieser und Irmela Schautz in Archiven, auf Gemälden oder in Romanen ausgestorbene Berufe ausfindig gemacht und ihren gesellschaftlichen Hintergrund beleuchtet. Sie erzählen zum Beispiel, wie der Kaffeeriecher als Teil des preußischen Steuersystems in Häusern nach geschmuggeltem Kaffee schnüffelte, oder berichten vom Abtrittanbieter, der mit Eimern auf Messen eine schnelle Lösung für kleine und große Bedürfnisse anbot.
Unsere Meinung:
Äußerst unterhaltsam und spannend geschrieben, bietet das Buch Informationen über vierundzwanzig verschwundene Berufe. Man erfährt in diesem Zusammenhang sehr viel über wirtschaftliche, gesellschaftliche und sittliche Dinge vergangener Zeiten. Mal humorvoll und mal mit etwas Schaudern, zum Beispiel beim Allesfresser oder auch dem Beruf des Scharfrichters. Man merkt dem Buch deutlich an, dass die Autorinnen viel Spaß bei der teils doch schwierigen Recherche in Archiven, auf Gemälden oder in Romanen hatten. Nebenbei werden noch Begriffe erklärt, deren Herkunft man bisher bestimmt nicht kannte. Beispielsweise, woher das Lampenfieber kommt. In nahezu zweihundert Anmerkungen werden Quellen aufgelistet, die vielleicht zum vertiefenden Nachlesen anregen. Schön und wie ich finde wichtig ist, dass das Buch auch ein Register erhalten hat. Das ist heute durchaus keine Selbstverständlichkeit. Die wunderbaren mehrfarbigen Illustrationen von Irmela Schautz gilt es abschließend noch als sehr gelungen hervorzuheben.
Ein durchweg empfehlenswertes Buch, das man mit Sicherheit mehr als einmal zur Hand nimmt.
Von Kaffeeriechern, Abtrittanbietern und Fischbeinreißern - Berufe aus vergangenen Zeiten
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit 24 farbigen doppelseitigen Illustrationen von Irmela Schautz
ISBN: 978-3-570-10058-5
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 33,90* (empf. VK-Preis)
Verlag: C. Bertelsmann
"Menschenzeit" von Christian Schwägerl
„Menschenzeit“, die Erdepoche des Anthropozäns, so benannt vom Nobelpreisträger Paul Crutzen, ist ein unrühmliches Zeitalter. Das gleichnamige Buch des in Berlin lebenden Buchautors Christian Schwägerl stellt im Untertitel die Frage: „Zerstören oder gestalten?“. Ich gebe mir eigentlich gleich die Antwort. Zerstören natürlich!. Denn während ich das Buch lese, prasseln die üblichen Negativmeldungen munter auf mich ein. In Ungarn werden mal eben aus Nachlässigkeit riesige Landstriche mit giftigem Schlamm unbewohnbar gemacht, eine Naturschutzkonferenz wird bestimmt mal wieder scheitern. Vor Jahrzehnten gesetzte Ziele, zum Beispiel im Artenschutz, sind nicht ansatzweise erreicht worden. Die Schlagzeile: „Wir leben, als wenn wir zwei Planeten hätten“ bestätigt nur das, was ich in den letzten dreißig Jahren miterlebt habe. Es passiert so gut wie nichts! Nichts, was diesen Planeten nachhaltig zum Positiven verändern könnte. Und deshalb fehlt mir für die Zukunft auch der Glauben an eine Umkehr.
Das Buch „Menschenzeit“ meint es gut, es will Hoffnung machen, eine Umkehr sei möglich. Doch die Menschheit, die dazu fähig wäre, gibt es nicht! Mögen einzelne, gar hunderttausende Menschen, vernünftig handeln, es wird nie die globalen Abläufe verhindern, die den Planeten ruinieren. Zum Beispiel Dünger und Pestizide in der Landwirtschaft. Niemand von uns würde freiwillig Dinge in die Nahrung mischen, die gesundheitsschädlich sind. Doch trotzdem passiert so etwas weltweit. Warum? Aus Gründen der Profitmaximierung. Und genau das ist der stärkste Motor der Umweltzerstörung. Für mich ist die Menschenzeit leider mehr eine Endzeit!.
Fazit: Christian Schwägerl beschreibt über weite Strecken des Buches die Auswirkungen des menschlichen Handelns, das unseren Planeten so tiefgreifend verändert. Die aufgezeigten Aktionspotentiale im Buch empfinde ich dagegen als rührend utopisch-phantastische Vorstellungen, ohne jede Chance. Das haben die letzten Jahrzehnte bewiesen. (be)
Riemann Verlag (20. September 2010)
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten, 19,95 Euro
Christian Schwägerl gehört zu den profiliertesten Wissenschafts- und Umweltjournalisten in der deutschen Medienlandschaft. Mit Umweltthemen befasst sich der Biologe schon seit mehr als 20 Jahren. Beim SPIEGEL arbeitet er seit 2007 als Redakteur mit den Schwerpunkten Umwelt-, Energie- und Forschungspolitik. Zuvor war er als Wissenschafts- und Feuilletonkorrespondent der F.A.Z. in Berlin tätig. Für seine Leistungen hat er den »Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus« und den »Econsense-Journalistenpreis« für Nachhaltigkeit erhalten.
Die Berliner Feuerwehr im Einsatz - 1980-2010
Mit diesem Buch kommen Verbandsfreunde, Technik-Freaks und Historiker zu gleichen Teilen auf ihre Kosten. Die Hauptstadtfeuerwehr ist die größte und älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands. Der Bildjournalist Detlef Machmüller hat mehr als 240 meist farbige Fotografien zusammengestellt, die einmalige Einblicke in den Alltag der Berliner Feuerwehr ermöglichen.
Sutton Verlag; November 2010; 128 Seiten; 16,5 x 23,5 cm; 18,90 Euro
Amerikanerin in Berlin: Rose-Anne Clermont
"Buschgirl" von Rose-Anne Clermont
Erzählen Sie mir doch von Ihrem Leben im Busch« – so sah sich Rose-Anne Clermont, US-Amerikanerin mit haitianischen Eltern, von einem angeheiterten deutschen Herrn traktiert. Damals wusste sie nicht, sollte sie lachen oder weinen, und auch heute noch rufen ihre Erfahrungen als Schwarze in Deutschland eher gemischte Gefühle hervor. »Buschgirl«, das Buch über ihre oft merkwürdigen, manchmal bizarren und häufig erheiternden Erlebnisse in Berlin, im Schwarzwald und anderswo, versammelt komische wie nachdenklich stimmende Geschichten aus dem Leben der Autorin als Studentin, Sprachlehrerin und Journalistin. Mal augenzwinkernd, mal betroffen, mal verwundert, mal verärgert beschreibt sie, wie es immer wieder zu Missverständnissen und Besserwissereien kommt.
Bertelsmann und Rose-Anne Clermont haben das Buch dieser Tage in Berlin vorgestellt. Bei Berlin-av können sie ziemlich exklusiv einen halbstündigen Mitschnitt der Lesung hören.
Unsere Meinung:
„Buschgirl – Wie ich unter die Deutschen geriet“ ist eine wundervoll geschilderte Lebensgeschichte von Rose-Anne Clermont. Sie ist die Tochter nach New York eingewanderter Haitianer und wurde auch dort geboren. An der Columbia University studierte sie Journalismus. Sie schrieb für „The Internatiopnal Herald Tribune“, „Spiegel Online“ und „Die Zeit“ über Integration, Familie und Beruf.
Rose-Anne Clermont beschreibt ihr bisheriges Leben erfrischend und lebendig. Die Erlebnisse mit ihrem ersten deutschen Freund Jens, der als Austauschschüler nach Maryland kam und mit Rose-Anne an der Highschool studierte, waren in den USA sehr schön. Leider musste Rose-Anne genau das Gegenteil erfahren, als sie nach Deutschland zu Jens kam. Er bestand darauf, dass wenn man in Deutschland sei, man auch von Anfang an Deutsch reden sollte. Sie musste sich Beleidigungen von Jens gefallen lassen, wie zum Beispiel: „Hör dich doch selbst mal an! Wie willst du Interviews auf Deutsch machen, wenn du wie eine Schwachsinnige klingst?“ Zum Glück lernte sie bald einen sehr netten jungen Mann namens Georg kennen, der sie mit allen Ecken und Kanten liebte.
Rose-Anne Clermont wurde gern im Aussehen mit Michelle Obama oder Condoleezza Rice verglichen. In Berlin-Kreuzberg musste sie sich auch Fragen gefallen lassen: wie es denn im Busch so sei? Und ein türkischer Junge betitelte sie als „Negerfrau“. Auch ein mondäner Zahnarzt am Kurfürstendamm konnte sich mit dummen Fragen in puncto Rose-Annes Hautfarbe bei extrem Temperaturen nicht zurückhalten. („Sie sind bestimmt vierzig, fünfundvierzig Grad gewöhnt, was?“). Derartige Vorfälle blieben zum Glück Ausnahmen und Rose-Anne Clermont ließ sich nicht erschüttern und verkraftete diese Erlebnisse mit Humor.
Rose-Anne Clermont heiratete Georg und lebt glücklich mit ihm und ihren gemeinsamen Kindern in Berlin.
Fazit: Ein lesenswertes Buch, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Es beschreibt gut, wie uns „Ausländer“ sehen und was sie sich manchmal so anhören müssen. Man sollte immer daran denken, dass man bei Auslandsbesuchen selbst der „Ausländer“ ist.
Kurzinterview und Lesungsmitschnitt
Weitere Infos
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LESUNGEN in Berlin
In Berlin gibt es täglich eine Vielzahl von Lesungen. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir hier nur ausgewählte Termine veröffentlichen können. Sie können uns gerne ihren Lesungstermin zur Veröffentlichung mailen. Benutzen sie dazu bitte dieses Formular
Lesung mit Thomas Kapielski
in Berlin unter dem Titel: \"Noderne Makelatur\" in einem Laden namens Naherholung Sternchen. Termin 30. Januar 2012
Kapielski, welcher bereits mehrere Auszeichnungen wie z.B. den Preis der Literaturhäuser 2010 sowie den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2011 für sich gewinnen konnte, besticht in seinen Tagebuch-artigen Texten mit einem scharfsinnigen Humor und einer Wortgewandheit die seines gleichen sucht.
Als Künstler in jedweder Coleur kann man Thomas Kapielski getrost als Multitalent bezeichnen. So hat er sich z.B. mit dem Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester in der westberliner Hemisphäre und darüber hinaus einen Namen in seinem musikalischen Schaffen gemacht. In der bildenden Kunst macht sich Kapielski in mehreren Einzelausstellungen immer wieder (Zitat) „mit Ölgemälden (Ölschinken) über die Mechanismen der Wertschöpfung durch Kunst lustig“.
Naherholung Sternchen
Berolinastraße 7, 10178 Berlin, Germany
Eintritt: 5 Eur - Einlass: 20:00/Start 21:00
Sylvie Schenk liest
Der Literarischen Salon Britta Gansebohm lädt ein zur Lesung mit musikalischer Improvisation auf dem Saxophon
Lesung & Musik & Gespräch - Sylvie Schenk liest aus ihrem Roman "Der Gesang der Haut" (Picus Verlag 2011)
Musikalische Improvisation auf dem Saxophon zum Text: Heribert Leuchter
Moira, eine attraktive junge schwarze Frau, bereitet einen Dokumentarfilm über das Organ Haut vor. Der Dermatologe Gert Gerlach erklärt sich bereit, sie bei dem Projekt zu unterstützen. Sie geht bei ihm ein und aus, und der Arzt verliert rasch jede Distanz. So gerät Moira im Laufe ihrer Recherchen mehr und mehr in die Wirren des Privatlebens des alternden Gerlach und seiner krankhaft eifersüchtigen Frau. Der junge Arzt Viktor Weber will Gerlachs Praxis bei Köln übernehmen und freut sich auf ein harmonisches Leben mit seiner Freundin Klara, die ihm bald aus Frankfurt in die neue Heimat folgen soll. Doch auch das junge Paar schlittert ungewollt in Gerlachs Leben hinein, und Klaras Umzug verzögert sich, während Moira sich von Anfang an stark zu Viktor hingezogen fühlt ... Statt als objektive Beobachterin hinter der Kamera das Geschehen still zu kommentieren, dringt Moira in die Geschichte der beiden Paare ein und bringt sich damit selbst in Gefahr.
Ein raffinierter Roman über das Streben nach Glück, über Vernunft und Wahnsinn und die Verstrickungen der Leidenschaft.
Mittwoch, 22.02.2012 um 20.30 Uhr
Z-BAR - Bergstr. 2, 10115 Berlin - U-Bahnhof Rosenthaler Platz oder S-Bahnhof Oranienburger Straße
Eintritt: 7 Euro/ ermäßigt 5 Euro
Gemütliche Jubelfeier im BKA
15 Jahre Literarischer Salon Britta Gansebohm
Wo kann man in gemütlicher Atmosphäre ausgewähler Literatur lauschen und den AutorInnen danach im lockeren Gespräch begegnen? Wo erlebt man ein niveauvolles Kontrastprogramm zur alltäglichen Fernsehberieselung? Die Lösung: im Literarischen Salon Britta Gansebohm, der 2010 im Berliner BKA seinen fünfzehnten Geburtstag feierte. Zur Gratulation gekommen waren viele WeggefährtInnen und Freunde des Salons und der Salondame Britta Gansebohm. Das umfangreiche Lesungsprogramm des Jubeltages wurde abgerundet durch musikalische Darbietungen und eine Tangovorführung. Wieder einmal konnten die Besucher des Salons, unter ihnen viele Stammgäste, interessante Literatur kennenlernen. Britta Gansebohm hat sich mit ihrem Salon wahrlich um die Kultivierung guter Literatur verdient gemacht.
Der Literarische Salon" wurde im Mai 1995 im Maleratelier Manfred Niepel in der ehemaligen Schultheißbrauerei auf dem Kreuzberg gegründet, zog 1996 ins neue Maleratelier in die Danziger Straße um, wanderte weiter nach Wilmersdorf ins Theater WindSpiel und war von 1998 bis 2004 im Podewil beheimatet. Seit 2005 gastiert Britta Gansebohm mit ihrem Salon im BKA-Theater.
Viele Autorinnen und Autoren hatten im Salon ihre ersten öffentlichen Auftritte vor einem größeren Publikum in Berlin. So z.B. 1995 Jan-Peter Bremer und Kathrin Röggla, 1996 Ulrich Peltzer, 1997 Alexa Hennig von Lange
und Felicitas Hoppe, 1998 Ulrike Draesner, Rainer Merkel, David Wagner und Martina Wimmer, 1999 Michael Lentz, Julia Franck und Judith Hermann, 2000 Björn Kuhligk, Jan Wagner, Karen Duve, Thea Dorn, Norman Ohler, Terézia Mora und Selim Özdogan, 2001 Norbert Zähringer, Anna Katharina Hahn, Thor Kunkel, Marko Martin u.s.w.
Britte Gansebohm und ihre Gäste
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Übrigens: "Der Literarische Salon" ist unabhängig und wird nicht von öffentlichen Geldern finanziert. Seit 2005 gibt es deswegen den Verein "Freunde und Förderer des Literarischen Salons e.V.", in dessen Satzung die Förderung sowohl der Gegenwartsliteratur als auch der Völkerverständigung verankert ist.
Weitere Informationen gibt es im Veranstaltungsarchiv (nach Jahreszahlen geordnet) unter www.salonkultur.de und ausgewählte Lesungsmitschnitte aus dem Literarischen Salon können sie auch bei uns hören.

Berliner Bahnen von Horst Bosetzky (-ky)
Der bekannte Krimiautor Horst Bosetzky outet sich in seinem knapp 300 Seiten umfassenden Werk „Berliner Bahnen“ als absoluter Fan des schienengebundenen Nahverkehrs in der Spreemetropole. Liebevoll schildert er Geschichten rund um die Menschen, die früher und heute mit den Berliner Bahnen unterwegs waren und sind.
Als kleiner Junge erwachte bereits die große Liebe zu Straßenbahnen in Horst Bosetzky. Mit der Straßenbahn ging es zur geliebten Oma quer durch die Stadt und zu anderen spannenden Zielen. Neben den Erlebnissen bei diesen Fahrten werden auch technische Details beschrieben, die vor allem älteren Berlinern noch in liebevoller Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel das „Abklingeln“ kurz vor der Weiterfahrt, das kraftraubende manuelle Weichen stellen oder das „Ritzenschieben“.
Natürlich kommen in Bosetzkys lesenswertem Werk auch die U-Bahnen und S-Bahnen nicht zu kurz. Die Berliner S-Bahn ist für den Autor nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein Lebensgefühl. Mit ihr ging es zur Lehre, zur Arbeit und in die Uni. Kenntnisreich und sehr kurzweilig schildert Bosetzky Strecken und Bahnhöfe von S- und U-Bahnen, widmet sich nebenbei auch humorvoll der Typologie von Wartenden und zurückbleibenden Fahrgästen auf den Bahnhöfen.
Das Buch ist eine Fundgrube für alle Fans des Berliner Bahnverkehrs.
Erschienen bei dtv
Dezember 2000
282 Seiten, einige historische Fotos, 10 Euro
Sonderseiten zum Thema Krimistadt Berlin
Krimistadt Berlin
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