Attraktive Sportstadt

Attraktive Sportstadt

Fussball-WM 2006 - Die Stadt im Fussballrausch

(btm) Ob das Olympiastadion, die neue O2 World oder das Velodrom – Berlin bietet die ideale Bühne für sportliche Großveranstaltungen. Organisatoren und Athleten fühlen sich in der Stadt an der Spree zu Hause – der Sport ist es bereits seit Langem: Rund 2.300 Anlagen und etwa 1.900 Vereine mit 468.000 Mitgliedern gibt es. Berlin ist damit Deutschlands beste Sportstadt, wie eine aktuelle Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts belegt. Und auch weltweit belegt die Metropole eine Spitzenposition: Bei den „Sport Event Management Awards 2009“ in London wurde sie als international zweitbeste Sportstadt ausgezeichnet.

Beeindruckende Sportarenen und Events
Das aus den 30er Jahren stammende Berliner Olympiastadion, Austragungsort zahlreicher spannender Sportereignisse, ist eine der beeindruckendsten Attraktionen in der Hauptstadt. Mehr als vier Jahre wurde es für 242 Millionen Euro saniert und umgebaut und schließlich am 1. August 2004 feierlich wieder eingeweiht. Entstanden ist eine meisterhaft gelungene Kombination des alten, denkmalgeschützten Gebäudes mit einer modernen Dachkonstruktion sowie einer ausgeklügelten neuen Licht- und Soundanlage. Außerdem wurden 90 Logen sowie 13 Skyboxen integriert und die ehemalige Ehrentribüne mit einem einzigartigen Logenbereich versehen, so dass das Stadion jetzt mehr als 74.000 Zuschauer fasst. Besonders ins Auge fällt die charakteristische blaue Tartanbahn, die das Grün umrahmt. Nicht nur bei der FIFA Fußball- WeltmeisterschaftTM 2006, sondern auch schon bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde hier gekickt – doch damals war Berlin, auch wegen der schwierigen Ost- West-Situation, nur Nebenschauplatz für einige Vorrundenspiele.

Einen neuen Hauptschauplatz für bedeutende Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen gibt es seit September 2008 im neuen Stadtviertel am Ostbahnhof. Die 150 Millionen Euro teure O2 World wurde gemeinsam von der US-amerikanischen Anschutz Entertainment Group und dem Münchner Telekommunikationsunternehmen O2 auf der Fläche des ehemaligen Ostgüterbahnhofs zwischen der Warschauer Brücke, dem Rummelsburger Platz und der Mühlenstraße realisiert. Als eine der modernsten Multifunktionshallen Europas hat sie ein Fassungsvermögen von bis zu 17.000 Besuchern und eine Gesamt-Arenafläche von 60.000 Quadratmetern. Die O2 World ist Austragungsort zahlreicher Sport-, Musik- und Entertainment-Veranstaltungen und die neue Heimat für den Profi- Eishockeyclub „Eisbären Berlin“.

Sportinteressierte Besucher aus aller Welt haben das ganze Jahr hindurch immer wieder gute Gründe, an die Spree zu reisen. Das beginnt bereits im Januar mit dem traditionellen Sechs-Tage-Rennen, das seit 1997 im Velodrom an der Landsberger Allee ausgetragen wird und 2011 seinen 100. Geburtstag feiert. Auch die moderne Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg ist ein Anziehungspunkt für Sportfreunde: Hier treffen regelmäßig die Anhänger der Basketball-Mannschaft Alba Berlin mit Fans auswärtiger Teams aufeinander.

Attraktive Sportstadt

Die O2-World

Alle Top-Arenen und bekannten Berliner Sportteams, wie Hertha BSC oder Alba Berlin, präsentieren sich jetzt gemeinsam auf der neuen Internetseite. Das Portal bietet aktuelle Informationen, Termine und Tickets für die Sportevents in der deutschen Hauptstadt. Ein Veranstaltungshöhepunkt ist das DFB-Pokalendspiel im Olympiastadion. Einmal im Jahr kämpfen dabei die besten nationalen Mannschaften um die Trophäe des Deutschen Fußball Bundes.

Weiteres sportliches Highlight ist der real,- Berlin-Marathon, der regelmäßig im Herbst durchgeführt wird und die ganze Stadt begeistert. Er findet am 6. September 2010 bereits zum 37. Mal statt. Die Inline-Skater starten am Samstag, die Läufer dann am Sonntag. Die 42,195 km lange Laufstrecke führt vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten und bekannten Plätzen der Hauptstadt, wie Fernsehturm und Potsdamer Platz, bis zum Ziel am Brandenburger Tor. Rund eine Million Zuschauer feuern die Läufer am Straßenrand an und zahlreiche Live-Bands sorgen für Partystimmung.

Selbst aktiv werden in der Hauptstadt
Der Berlin-Marathon ist nicht der einzige Termin für Läufer auf Rollen: Bei geeignetem Wetter – allerdings nicht im Spätherbst oder Winter – findet regelmäßig die „Berlin Parade“ statt. Etliche Straßenzüge der Hauptstadt sind dann in den Abendstunden für den Autoverkehr gesperrt und die Stadt gehört den Flitzern auf acht Rollen. Längst ist Inline-Skating zum Breitensport geworden, auf vielen großen Plätzen drehen Anfänger ihre Runden und üben Bremsmanöver. Da auch im Herbst und Winter die Skater ihrer Lieblingsfreizeitbeschäftigung frönen wollen, stehen zahlreiche „Fun-Parks“ für Inline-Skater und Skate-Boarder zur Verfügung.

Außerdem können sich passionierte Inline-Skater auf einer rund 210 Kilometer langen und drei Meter breiten, fein asphaltierten Strecke südlich von Berlin austoben: Auf der längsten Skaterbahn Deutschlands im Landkreis Teltow- Fläming frönen naturbegeisterte Sportler fern von Abgasen und störendem Autoverkehr ihrem Hobby. Spezielle Offerten wie Skatekurse oder der Verleih von Zubehör und sicherer Ausrüstung runden das Angebot rund um die „Flaeming- Skate“ ab.
Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet in den vielen Berliner Grünanlagen, am Spree- und Kanalufer oder auf einem der Sportplätze reichlich Gelegenheit zum Joggen. Besonders beliebt ist der Tiergarten nahe dem Regierungsviertel. Manchmal läuft hier auch das eine oder andere Mitglied der Bundesregierung – unschwer zu erkennen an den breitschultrigen Leibwächtern, die ihren Schützlingen dabei dicht auf den Fersen bleiben.

Doch in Berlin kann der sportinteressierte Besucher nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser sportlich aktiv werden. Die Stadt ist ein Paradies für Wassersportler: 113 Segel- und 51 Rudervereine bieten Mitgliedschaften. Die Berliner und Brandenburger Seen bilden zusammen die größte zusammenhängende Wasserfläche Europas. Bis in den Herbst hinein sind Freizeitkapitäne auf ihren Motor- und Segelbooten unterwegs und treffen auf Wannsee, Havel oder Spree auf Surfer und Kanuten.

Attraktive Sportstadt

Extrem beliebt - Marathonlauf in Berlin

Zurück zu den Landratten: Dass die Berliner eher zu den „Flachlandtirolern“ gehören, hält sie nicht davon ab, mitten in der Stadt auch alpinen Sportarten nachzugehen: sei es, um sich auf den bevorstehenden Ski- oder Kletterurlaub in den Bergen einzustimmen oder einfach nur um Spaß zu haben.

Die Skihalle „Gletscher“ in Pankow rühmt sich, die längste Indoor-Skipiste der Welt zu besitzen. Hier ersetzen hellgelbe Plastikmatten den Schnee. Über zwei Walzen rotiert als Skipiste ein Endlosteppich, der, je nach Könnerschaft der Skiläufer und Snowboarder, im Neigungswinkel verstellt werden kann. Die Skihalle „Gletscher“ ist vor allem als Skischule gedacht: nicht nur Anfänger können hier Crash-Kurse belegen.

Auch Sportkletterer müssen sich nun nicht mehr mit niedrigen Turnhallenwänden zum Üben zufrieden geben. Der Berliner Udo Sprenger, selbst begeisterter Kraxler, betreibt seit 2001 die Kletterhalle „T-Hall“ in Neukölln. Auf mehr als 1.800 Quadratmetern Gesamtfläche können sich schwindelfreie Freeclimber so richtig schön austoben. Zudem bietet das riesige Magic Mountain Climbing Center in Wedding mit mehr als 2.000 Quadratmetern Kletterfläche und einer Wandhöhe von bis zu 16 Metern optimale Bedingungen für Kletter-Sportler. Anfänger sowie Experten können hier zwischen verschiedenen Wänden mit unterschiedlichen Anforderungen wählen – je nach eigenen Fähigkeiten und Kräften. Wer „Outdoor“ bevorzugt, kann beispielsweise am „Kegel“ in Friedrichshain trainieren: Ein alter, 19 Meter hoher Bunker bietet hier eine senkrechte Übungsfläche von 700 Quadratmetern. Auch der Teufelsberg in Charlottenburg oder die Schwedter Nordwand in Pankow laden zum Klettern unter freiem Himmel ein.

Ebenfalls draußen finden die Wettkämpfe beim Beachvolleyball statt. Nicht erst seitdem die Weltmeisterschaften der Trendsportart 2005 in Berlin ausgetragen wurden, ist das Pritschen und Baggern im tiefen Sand in der Hauptstadt beliebt. In nahezu allen Lagen können Plätze gemietet werden – etwa bei „Beachmitte“ am Nordbahnhof, wo in der Nähe des ehemaligen Mauerstreifens sogar Turniere gespielt werden.

Besucher, die an der Spree eher das Kuriose suchen, werden im Bereich Sport ebenfalls fündig: So wird am Oststrand in Friedrichshain regelmäßig die Völkerball-WM ausgetragen – mit internationalen Teilnehmern und dem Spaßfaktor im Vordergrund.

Französische Lebensart zelebrieren zahlreiche Freizeitsportler in der deutschen Hauptstadt, indem sie sich regelmäßig zum Boulespielen treffen – unter anderem am Paul-Linke-Ufer und am Mauerpark. Auch Frisbeespieler – einzelkämpfende Freestyle-Player genauso wie die „Ultimate Frisbee Teams“ – haben in der Hauptstadt ihre regelmäßigen Treffs und Termine, ebenso wie Einradfahrer, Bumerangteams und Lacrossemannschaften.

Attraktive Sportstadt

Beachvolleball

Außergewöhnliche Sportarten und Veranstaltungen

Footbags begeistern besonders junge Berliner und Gäste der Stadt. Ein mit Sand gefülltes Stoffsäckchen wird mit Beinen und Füßen gespielt, darf jedoch nicht den Boden berühren. Der FC Footstar in Berlin-Schöneberg ist übrigens Deutschlands ältester Footbag-Club.

Während Footbag im Stehen gespielt wird, verbindet man Sporthocker zunächst mit Sitzen. Doch mit den kleinen Möbeln lassen sich ebenso artistische Übungen wie Manöver, die aus dem Skateboardbereich bekannt sind, durchführen. In Berlin Friedrichshain gibt es jetzt weltweit den ersten Sporthocker-Laden. Die Betreiber veranstalten bei gutem Wetter jeden Mittwochabend Hocker-Workshops im Herman- Blankenstein-Park.

Im Gegensatz zum noch jungen Sporthockern gibt es Jugger bereits seit 1992 in der deutschen Hauptstadt. Der mittelalterlich anmutende Mannschaftssport wird mit einem aus Kunststoff bestehenden Hundeschädel, genannt „Jugg“, gespielt. Ihn gilt es möglichst oft ins gegnerische Tor zu befördern. Trainiert wird regelmäßig und öffentlich im Volkspark Friedrichshain. Jährlich findet in Berlin der GLAMOUR Stiletto Run statt. Stets im Sommer treten dabei junge Frauen auf High-Heels gegeneinander an. Sie kämpfen bei einem 100 Meter-Sprint um den Sieg. Rennen finden jedoch nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser statt. Der Verein Dragonboats-Berlin lässt regelmäßig seine schwimmenden Fabelwesen zu Wasser. Sie begeistern sowohl die Gäste an Bord als auch die Zuschauer an Land.

Links

www.olympiastadion-berlin.de
www.o2world.de
www.velodrom.de
www.max-schmeling-halle.de
www.berlinsportmetropole.de
www.real-berlin-marathon.com
www.berlinparade.de
www.flaeming-skate.de
www.der-gletscher.de
www.beachmitte.de
www.strandvoelkerball.de
www.berlinboule.de
www.fcfootstar.de/home.htm
www.sporthockern.com
www.jugger.de
www.dragonboats-berlin.de