Botanischer Garten
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Großes Tropenhaus feiert 1. Geburtstag
Ziemlich genau vor zwei Jahren konnten die ersten Besucher das wiedereröffnete Große Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin von Innen bewundern. Seit der sehr aufwändigen und drei Jahre dauernden Grundsanierung erfreut sich das Gewächshaus hoher Beliebtheit und wurde sehr gut angenommen. Über 300.000 Besucher wurden seit der Wiedereröffnung gezählt, darunter sehr viele Schulklassen und Familien.
Die durch die Grundsanierung angestrebte Energieeinsparung von mindestens bis zu 50 % konnte bisher bestätigt werden. Die herausragende Leistung der energieeffizienten Grundsanierung wurde daher im Mai 2010 mit der Auszeichnung „KlimaSchutzPartner des Jahres 2010" gewürdigt. Die Prämierung erfolgte durch Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher und das Bündnis „KlimaSchutzPartner Berlin".
Mittlerweile bietet das Große Tropenhaus wieder ein üppiges Tropenerlebnis, denn die Pflanzen haben sich durch kräftigen Zuwachs ihr Territorium zurück erobert. Während der Grundsanierung eingesetztes Spezialglas und hochmoderne Klimatechnik verschaffen den tropischen Gewächsen viel bessere Kulturbedingungen als vorher.
Überall wächst, blüht und fruchtet es. Auch der Riesenbambus (Dendrocalamus giganteus) aus Südost-Asien hat aktuell wieder neue Sprosse angelegt. Das größte Gras der Welt zählt zu den schnellstwachsenden Pflanzen überhaupt. Stattliche 30 Meter Höhe kann ein Halm in der Natur erreichen und fast einen halben Meter pro Tag Längenzuwachs erreichen. Das Wachstumsspektakel und „Um-die-Wette-Wachsen„ der neuen Halme kann wieder von den Besuchern verfolgt werden. Eine Messlatte dokumentiert den rasanten Zuwachs. Besonders in der dunklen und kalten Jahreszeit ist der Besuch in der schwülen Wärme und tropischen Pflanzenvielfalt reizvoll und empfehlenswert.
Über das Haus
Das Große Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin-Dahlem der Freien Universität Berlin gehört zu den bedeutendsten und größten freitragenden Gewächshäusern der Welt. Von 2006 bis 2009 wurde der denkmalgeschützte Kuppelbau aus Stahl und Glas grundlegend saniert, um die historische Bausubstanz zu erhalten und den Energiebedarf um mindestens 50 Prozent zu senken. Durch zahlreiche technische Innovationen gehört das Gebäude jetzt wieder zu den modernsten und energieeffizientesten seiner Art.
Das neubepflanzte Große Tropenhaus vermittelt die globale Tropenvielfalt. Das Pflanzkonzept dieses Gewächshauses gleicht einer begehbaren Landkarte. Mehr als 1350 Pflanzenarten präsentieren die Pflanzenwelt der Tropen Amerikas, Afrikas, Asiens und der Ozeanischen Inseln. Ein neu entwickeltes Leit- und Informationssystem für die Besucher vermittelt die Vielfalt der Tropen und deren Bedeutung.
Die Grundsanierung des Großen Tropenhauses wurde aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP) gefördert, das von der Europäischen Union über den Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz) kofinanziert wird. Weitere Mittel stammten aus der Hochschulbauförderung (HBFG) des Bundes und der Länder, von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie von der Freien Universität Berlin. Die Finanzierung des Besucherinformationssystems wurde durch den Verein der Freunde des Botanischen Gartens und Botanischen Museums e.V. und Besucherspenden ermöglicht.
Der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin-Dahlem sind eine botanische Sammlungs- und Forschungseinrichtung mit Bildungsauftrag. Die 1679 gegründete Einrichtung ist eine der größten und bedeutendsten ihrer Art weltweit. 22.000 Pflanzenarten werden kultiviert und umfangreiche Sammlungen dokumentieren die globale Pflanzenvielfalt. Forschungsschwerpunkte betreffen die Evolution und Biodiversität von astern- und nelkenartigen Blütenpflanzen sowie von Kieselalgen (Asterales, Caryophyllales, Bacillariophyta) und die Flora von Europa und des mediterranen Raumes sowie der Insel Kuba. International führend ist die Einrichtung im Bereich der Biodiversitätsinformatik.
Der Botanische Garten
Eine Oase im Trubel der Metropole ist das "Grüne Juwel", der Berliner Botanische Garten - ein Pflanzenparadies von Weltrang. Der Garten kann auf eine über 300-jährige Tradition zurückblicken. 1679 wurde auf Anordnung des Großen Kurfürsten auf dem Gelände des heutigen Kleistparks in Schöneberg ein landwirtschaftlicher Mustergarten angelegt, der sich im Laufe der Zeit zu einem Botanischen Garten im eigentlichen Sinne entwickelte. Nachdem er dort über 200 Jahre bestand, wurde er um die Jahrhundertwende (1897-1910) aus Platzgründen nach Dahlem verlegt.
Gang durch die Gewächshäuser - Kakteensammlung
22.000 Pflanzenarten
Heute umfaßt der Botanische Garten Berlin-Dahlem eine Fläche von über 43 ha und gehört somit zu den größten und bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt. Ca. 22.000 verschiedene Pflanzenarten werden hier kultiviert. In der 13 ha großen Pflanzengeographischen Abteilung und den über 6000 qm umfassenden Gewächshäusern können sich die Besucher auf eine botanische Reise rund um den Globus begeben. Im 14 ha großen Arboretum und der Systematischen Abteilung warten Einblicke in die verwandtschaftlichen Beziehungen bei Gehölzen und krautigen Pflanzen. Diese artenreichen Lebendsammlungen stellen zusammen mit den Sammlungen dauerhaft präparierter Pflanzen und der reichhaltigen Bibliothek die Grundlage der wissenschaftlichen Arbeit über Artenvielfalt und Lebensformen der Pflanzen dar.
Das imposante Große Tropenhaus, 1906 gebaut, ist immer noch einer der weltweit größten Glas-Stahlbauten. Es wurde bis zum Ende des Jahres 2009 modernisiert.
Der Botanische Garten eröffnet den Besuchern die Möglichkeit, sich zu erholen, die Schönheit der pflanzlichen Vielfalt zu genießen und nebenbei auch noch das eigene Wissen über die Pflanzenwelt zu erweitern. (be)
(Quelle: Presse Botanischer Garten)
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Strauchpfingstrosen
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