Sommer in Berlin

Strandbar an der Museumsinsel in Berlin

Strandbar an der Museumsinsel

Strandbars
Die Berliner Luft
Grillen in Berlin

Das wunderbare Freiluftleben

Im Sommer pulsiert die deutsche Hauptstadt im Takt der Straßenmusik, der Festivals und Konzerte. Der Herzschlag geht schnell. Er treibt die Besucher an, die mit Reiseführern und Fotoapparaten in der Hand, die Straßen der Stadt erkunden. Und Berlin empfängt sie mit offenen Armen. Unzählige Straßencafés, Parks und Strandbars warten auf ihr Publikum – auf Gäste aus aller Welt, die unter dem blauen Himmel Berlins eine unvergessliche Zeit verbringen.

Ob Summer Rave oder Musikfestival, ob Biermeile oder Kanutour: Die Kombination aus Spaß und Erholung, Neuem und Altbekanntem macht den Reiz der Stadt aus. Willkommen in Berlin – der Stadt, in der Langeweile ein Fremdwort ist, die nie ruht und in der Nachteulen, Tänzer und Träumer ihr Sommerparadies auf Erden finden. Die wärmste Zeit des Jahres steht unmittelbar bevor: Sonnenbrillen aufgesetzt und rein in den Großstadtdschungel.

Berliner Sand unter den Füßen

Freiluftfreunde kommen in Berlin voll auf ihre Kosten. Die Zehen in den Sand gebohrt, einen kühlen Cocktail in der Hand und die Sonne im Gesicht – viel schöner geht es wohl kaum. Seit Jahren entwickelt sich die Draußenkultur der Stadt in rasantem Tempo weiter. Vor zehn Jahren eröffnete direkt am Ufer der Spree eine der ersten Strandbars Deutschlands, die „Strandbar Mitte“. Mit herrlichem Blick auf die Museumsinsel bietet dieses Idyll mitten in der City allen Stadtentdeckern auch heute noch den perfekten Ort, um im Liegestuhl auszuspannen. Kleiner Wehmutstopfen: Dieses Jahr wird kein Sand aufgeschüttet, die schöne Aussicht aber bleibt.

Noch internationaler wird es im „Yaam“ in Friedrichshain. Gäste aus aller Welt lassen am Ufer der Spree bei Reggae-Musik die Seele baumeln. Bis Ende September sorgen die „Yaam Beach Classixs“ jeden Sonntag für heiße Rhythmen an heißen Tagen.

Wer statt am Wasser lieber auf dem Wasser sein möchte, ist im „Badeschiff“ mitsamt Sandstrand und Openair-Bar in Treptow richtig. Ein umgebauter Tanker inmitten der Spree lädt zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Für schöne Aussichten ist der Skybeach des „Deck 5“ bekannt. Auf dem Parkdeck eines Shoppingcenters karrten die „Freiluftrebellen“ riesige Mengen Sand an, um die 400 Quadratmeter große Fläche zu füllen. Stimmungsvolle Sonnenuntergänge sind hier garantiert.

Ein Mekka für Outdoor-Fans und vielleicht Berlins typischste Strandbar finden Besucher mitten auf dem Flohmarktgelände im Mauerpark: das „schönwetter“. Eine lockere Stimmung und entspannte Klänge aus den Lautsprechern laden zum Verweilen ein. In die sommerlichen Soundlandschaften des „schönwetter“ können Grillfreunde sogar ihre eigenen Würstchen für den extra bereitgestellten Grill mitbringen.

Relaxen in einer Strandbar in Berlin

Relaxen in einer Strandbar

Das ist die Berliner Luft!

Im Sommer spielt sich das Leben in der Spree-Metropole vor allem auf den Straßen, Plätzen und Parks der Stadt ab. Beliebte Treffpunkte entwickeln in Berlin schnell ihre eigene Kulturszene, etwa der Mauerpark im Szenebezirk Prenzlauer Berg. Bei schönem Wetter verwandelt er sich zur Showbühne für Musiker, Straßenkünstler und Akrobaten. Ein echter Tipp an den Wochenenden ist das Karaokesingen im „Amphitheater“– schräge Töne, unentdeckte Talente und lang vergessene Ohrwürmer gibt es hier gratis. Auch Grillfans kommen im Mauerpark auf ihre Kosten: Entlang der Schwedter Straße ist das öffentliche Brutzeln erlaubt.

Auf dem „Tempelhofer Feld“ – der zweitgrößten innerstädtischen Grünanlage Deutschlands – dürfen Griller auf drei ausgewiesenen Flächen die Kohlen heiß werden lassen. Bei einer frischen Brise, die hier gerne mal angenehm weht, schweben unzählige Drachen über den Köpfen der Besucher. Wer es aktiver mag, bringt sein Skateboard oder die Rollerblades mit und dreht auf dem 380 Hektar großen Flugfeld seine Runden, bis die Sonne hinterm Horizont verschwindet.

Bei den jüngeren und jung gebliebenen Bewohnern Berlins gehört der Volkspark Friedrichshain zu den beliebtesten Schönwetter-Zielen der Stadt. Bis Mitte September lockt ein „Freiluftkino“ unter dem Sternenhimmel verliebte Pärchen, Freunde und Familien gleichermaßen an.

Für Naturliebhaber und Hobbygärtner steht seit drei Jahren der „Prinzessinnengarten“ am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg ganz oben auf der Ausflugsliste. Zwischen Rosen, Erdbeersträuchern und Kartoffelbeeten macht sich in dem lebendigen Nutzgarten ein urbanes Stadtgefühl breit, das die Menschen verbindet. Mitgärtnern ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Nach getaner Arbeit, ob im Garten oder in den Büros des Großstadtdschungels, können im Gartencafé die frischen Produkte aus den Beeten genossen werden.

International wird es in den mehr als zwanzig Hektar großen „Gärten der Welt“ im Erholungspark Marzahn. Japanische, italienische, christliche und sogar balinesische Gärten erwarten die Besucher mit wunderbarer Blütenpracht. Ein herausragendes Bauwerk ist das prächtige Teehaus im größten „Chinesischen Garten“ Europas. Durch neun verschiedene Themengärten können die Besucher bis zum Einbruch der Dunkelheit wandeln.

Ab ans kühle Nass

Berlin gehört zu den wenigen Städten Deutschlands, in denen noch ein Schifferpfarrer in seinem Kirchenschiff über die Flüsse der Stadt schippert. Das weiße Kreuz auf dem Boot ist ein beliebtes Fotomotiv der Touristen. Ebenfalls gerne fotografiert wird die Flottenparade, mit der die Schiffe im „Historischen Hafen“ jedes Jahr die Sommersaison einläuten. Danach ankern die alt gedienten und liebevoll erhaltenen Schiffe im Hafen direkt an der Fischerinsel in Berlin-Mitte. Der historische Schleppdampfer „Andreas“ liegt hier ebenso vor Anker wie das Fahrgastschiff „Eintracht“ von 1906 und der mehr als hundert Jahre alte Dampfeisbrecher „Anna“. Vom 24. bis zum 26. August können die schwimmenden Oldtimer beim Hafenfest auch an Bord bewundert werden.

Wer dem Großstadtsommer entfliehen möchte, kann sich im Treptower Park, am Müggelsee und im Promenadenhafen Kladow Grillboote mit echtem Holzkohlegrill mieten. Wem danach immer noch der Magen knurrt, der sollte in der „Hafenküche“ am Rummelsburger See eins der täglich wechselnden Gerichte genießen. Freitags ist Fischtag. Die Besonderheit: Das Restaurant ist sowohl über den Uferwanderweg, als auch mit dem Boot zu erreichen. Biergarten-Atmosphäre bietet dagegen das Wasserrestaurant „Freischwimmer“ in Kreuzberg. Auf dem hundert Meter langen Stegplateau im Landwehrkanal können Besucher nicht nur die Seele, sondern auch die Füße im Wasser baumeln lassen.

Eine Neuheit auf den Berliner Gewässern sind seit dem letzten Sommer Kanutouren auf der Spree mit dem griffigen Titel „Sperrzone Spree“. Leinen los, heißt es an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg. Die Tour führt flussaufwärts zum Osthafen und wieder zurück. Während der Fahrt werden die Überreste der Grenzanlagen gezeigt und erklärt. Die Kanutouren können über das Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg gebucht werden. Noch einen anderen Blick auf Berlin bekommen Besucher bei einem Ausflug mit dem Wasserflugzeug. Die „Start- und Landebahn“ ist die Spree im Treptower Hafen. Hoch am Himmel können bis zu vier Passagiere den Großstadtdschungel aus der Vogelperspektive betrachten.

Ein besonderes Erlebnis bietet eine Tour mit dem „Hauptstadtfloß“. Gemütlich schippert das Hauptstadtfloß bei einer 3-stündigen Fahrt durch die Berliner Innenstadt, dazu gibt es Sushi und einen atemberaubenden Blick auf die Berliner Spree.

Sommer an einem Brunnen in Berlin

So viel wie möglich an der frischen Luft

Kulinarische Leckerbissen

„Essen ist ein Bedürfnis, genießen eine Kunst“ – die weisen Worte von François Duc de LaRochefoucauld leben die Berliner und sollten auch für alle Besucher der Stadt gelten. In vielen Cafés, Restaurants und Skybars kann man es sich im Sommer richtig gut gehen lassen. Nicht am See gelegen und trotzdem mit Seekulisse gehört das „s…cultur“ im neuen Szenebezirk Neukölln zu den Highlights im Kiez. Auf den Hofwänden prangt das Motiv des Rixdorfer Sees. Untermalt wird die Kulisse mit Naturgeräuschen aus dem Lautsprecher. In dem Integrationsbetrieb arbeiten Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam.

An dem veganen Supermarkt „Veganz“, der erst im letzten Jahr in der Schivelbeiner Straße im Prenzlauer Berg eröffnet hat, schließt ein veganes Bistro an, zu dem auch 20 Außenplätze gehören. Die leckeren Bagels und Suppen kommen längst auch bei Fleischessern gut an. Wer Lust auf einen süßen Nachtisch hat, sollte einen Abstecher nach Berlin-Schöneberg machen. Hier eröffnete zu Beginn des Jahres die „Makrönchen Manufaktur“. Die bunten Leckerbissen bestehen zum großen Teil aus fein gemahlenen Mandeln, Eiweiß und Puderzucker – süße Sünden für sonnige Tage.

Wer bei heißem Wetter Durst bekommt, wird nicht an dem neuen Kultgetränk der Berliner vorbeikommen, denn in Berlin bubbelt es. Der Bubble-Tea-Boom macht auch vor der deutschen Hauptstadt nicht halt. Wie Pilze sprießen die kleinen, bunten Läden in allen Stadtteilen aus dem Boden. Die Tapiokakugeln im Sirup- oder Teegetränk sind Zeichen der globalen Lässigkeit und passen daher perfekt zu Berlin. Im „Bubble Tea Café“ nahe der Hackeschen Höfe können sich die Gäste ihren Bubble Tea sogar in vier Schritten selbst zusammen stellen. Bierschaum an der Oberlippe garantiert ein Besuch bei dem „Berliner Bierfestival“ vom 3. bis zum 5. August. Auf der Biermeile können die Besucher Biere aus aller Welt testen. Im letzten Jahr wurde mit einer Länge von 1820 Metern der längste Biertisch der Welt aufgestellt.

Open-Air-Highlights

Im Sommer liegt Musik in der Berliner Luft. Mehr oder weniger talentierte Straßenmusiker prägen das Berliner Stadtbild. Der Auftakt zum offiziellen Musiksommer macht jedes Jahr ein kostenloses Klangspektakel der Extraklasse: Am 21. Juni verzaubern Chöre, DJs, Bands und Solisten bei der „Fête de la Musique“ ihr Publikum auf etwa 90 Bühnen bis weit nach Sonnenuntergang mit ihren musikalischen Darbietungen. Wenige Tage später wartet bereits der nächste Ohrenschmaus auf die Besucher Berlins: Über 50 der besten Jazz- und Bluesbands der Stadt treten vom 29. Juni bis zum 1. Juli beim „Bergmannstraßenfest“ auf.

Doch nicht nur musikalisch haben die Straßen und Plätze Berlins einiges zu bieten. Auch die Kreativen der Stadt lassen sich nicht lumpen: Bei der „Open Air Gallery“am 1. Juli und am 5. August wird die Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg zum Treffpunkt von Künstlern und Kunstinteressierten. Die Freiluft-Schau bietet nicht nur Berlinern, sondern auch internationalen Künstlern eine Plattform für ihre Kunst.
Nippes, kuriose Sammlerstücke und die neuesten Trendobjekte von Berliner Jungdesignern finden Besucher auf den Flohmärkten der Stadt: vom Trödelmarkt bis hin zur hochwertigen Designer-Fundgrube. Erst seit zwei Jahren dabei und doch schon etabliert ist der „nowkoelln“ Flohmarkt am Maybachufer – fröhlich entspannte Atmosphäre ist hier garantiert. Wer nicht kaufen, sondern nur gucken möchte, sollte am 7. und 8. September einen Blick in den Berliner Himmel riskieren: Beim Gipfeltreffen der Feuerwerker – der „Pyronale“ – wird über dem Maifeld am Olympiastadium der Himmel in allen Farben erleuchtet.

Getanzt wird immer

Die Nacht zum Tag machen oder den Tag zur Nacht: An lauen Sommerabenden strömen die Menschen auf die Straßen, in die Café und Bars der Stadt. Während sich in den 90er Jahren die Berliner Clubszene vor allem in dunklen Kellerclubs und auf halblegalen Raves abspielte, eröffnen heutzutage immer mehr mehrdimensionale Clubkonzepte, die ein vielschichtiges Programm bieten. Zu den renommiertesten Locations der Stadt gehören nach wie vor die Panoramabar und das „Berghain“. In den Sommermonaten öffnet am alten Fabrikgebäude jeden Sonntag ab 12 Uhr der Garten mit Bar und DJ-Musik.

Ebenso populär und doch ganz anders ist der „Sage Club“, der mit einem Pool und einem Chillout-Bereich aufwartet. Ein waschechter Bademeister sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt auch für die Sicherheit der Gäste. Das Kreuzberger Clubrestaurant „Spindler und Klatt – gleichsam Restaurant, Bar, Lounge und Club – eröffnete in diesem Frühjahr einen riesigen Ponton am Spreeufer. Auf dem schwimmenden Restaurant, direkt vor dem Gebäude der ehemaligen Heeresbäckerei, können die Gäste nicht nur das Essen, sondern auch den nächtlichen Ausblick auf die Spree genießen.

Weniger beschaulich geht es beim „Berlin Summer Rave“ auf dem ehemaligen Rollfeld des Flughafens Tempelhof zu. Am 21. Juli lassen schnelle Technobeats die Herzen der Raver höher schlagen. In seinem dritten Jahr wollen die Veranstalter beweisen, dass Berlin die Ravehauptstadt Europas ist. Das Line Up, mit DJ-Größen wie Westbam und Marusha, soll für einen neuen Besucherrekord sorgen. Am Ende des Sommers dreht die Hauptstadt noch mal auf: Bei der „Berlin Music Week“ vom 5. bis 9. September erwartet die Besucher in diesem Jahr ein brandneues Clubfestival. Neben Dachterrassen-Konzerten, Open-Air-Formaten auf dem Gelände des Osthafens und dem Musikfilmfestival, öffnen 15 Clubs ihre Pforten und lassen Berlin tanzen.

Grillen in Berliner Parkanlagen

Keineswegs überall erlaubt

Grillen in Berlin

(be) Mit dem wunderbaren Frühlingswetter drängen die Berliner jetzt hinaus in die Grünanlagen um das Freiluftleben zu genießen. Dazu gehört natürlich auch, in der Natur zu grillen. Die Grillbegeisterten, die bisher brav ihren Müll wieder mitgenommen haben, müssen jetzt im Tiergarten und im Treptower Park unter dem ausgesprochenen Grillverbot leiden. Der Senat muss die erheblichen Summen, die für die ständige Reinigung der verunreinigten Parks fällig werden, einsparen. Es handelt sich immerhin um mehrere hunderttausend Euro. Die Einhaltung des Grillverbots wird von den Behörden ab sofort umgesetzt! Es ist auch möglich, dass noch weitere Verbote in anderen Bezirken folgen.

Wo ist das Grillen in Berlin noch erlaubt?

In allen Anlagen, wo das Grillen noch erlaubt ist, gilt natürlich folgendes: es darf nur an den vor Ort ausgewiesenen Flächen gegrillt werden!

Mitte: Monbijoupark

Friedrichshain-Kreuzberg: Görlitzer Park, Blücherplatz

Pankow: Mauerpark

Charlottenburg-Wilmersdorf: Preußenpark

Lichtenberg: Stadtpark, Fennpfuhlpark

Tempelhofer Feld: Ausgewiesene Grillplätze gibt es auch auf dem ehemaligen Flughafen in der Nähe der Sportplätze am Columbiadamm, Nähe Oderstraße/Leinestraße und Nähe Tempelhofer Damm.

Überall gilt: Wenn die Grillplätze diszipliniert benutzt werden, kann man weitere Verbote vielleicht vermeiden. Also: im Interesse aller den Müll mitnehmen und in den Parks keine Äste von den Bäumen abbrechen um Feuer anzumachen. Asche nur in die dafür vorgesehenen Sammelbehälter entleeren.

Die Liste der Grillplätze ist nicht vollständig. Nähere Infos finden Sie auch hier

Fotos: Fotolia (2 Symbolfotos); Becker

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