Vanished Berlin Wall

Vanished Berlin Wall

Kunstwerk von EunSook Lee

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Vanished Berlin Wall

Bis zum 9. November 2007 war die Installation Vanished Berlin Wall der koreanischen Künstlerin EunSook Lee vor der westlichen Seite des Brandenburger Tors in Berlin zu sehen. Gezeigt wurde ein nachgebildetes Mauerstück aus elf fluoreszierenden, transparenten und mit UV-Licht durchleuchteten Mauersegmenten. Sie sollten an Gemeinsamkeiten der politischen Situation des heute noch geteilten Korea und der deutschen Geschichte bis 1989 erinnern.

Das Kunstprojekt thematisierte das Schicksal der getrennten Familien, getöteter Grenzflüchtlinge und gekappter kultureller Wurzeln aus beiden Ländern. Koreanische Namen auf beiden Seiten der elf nachgebauten Mauersegmente stehen für Einzelschicksale und verdeutlichen die Aktualität des künstlerisch-politischen Statements EunSook Lees. Konzeptueller Vorläufer der Installation war ihr Happening New Potsdam Conference, das zur Erinnerung an die Potsdamer Konferenz 1945 und die im Nachgang folgende Teilung Deutschlands vom 16. Juli bis 2. August 2006 auf dem Potsdamer Jungfernsee stattfand.

Vanished Berlin Wall bestand aus einem von EunSook Lee selbst kreierten und hergestellten fluoreszierend-transparentem Gewebe aus farbigen Polyesterstoffen und eingearbeiteten neonfarbenen Fäden. Diese wurden zu einer Gewebebahn laminiert und bildeten das Grundmaterial der Installation. An elf Metallkonstruktionen in Höhe der Berliner Mauer wurde das leuchtende Gewebe von beiden Seiten von je acht Kunststoffrechtecksäulen fixiert. Die so entstandenen elf Mauersegmente waren von innen mit Schwarzlicht durchleuchtet, das im fluoreszierenden Gewebe sichtbar wurde und in changierenden leuchtenden Farben nach außen strahlte. Den runden Abschluss der Berlin Wall bildete ein Plexiglasaufsatz, der den lichtbrechenden Effekt des Materials verstärkte.